1. KI-gestützte Cyberangriffe: Ein Wettlauf der Automatisierung
Die neusten Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz verändern die Cybersecurity grundlegend – für Verteidiger wie auch für Angreifer. Kriminelle setzen KI ein, um Angriffe zu automatisieren, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Schwachstellen schneller und gezielter auszunutzen. Deepfake-gestützte Social-Engineering-Angriffe, KI-generierte Malware und automatisierte Phishing-Kampagnen werden häufiger und raffinierter.
Laut dem World Economic Forum Cybersecurity Outlook 2025 erwarten zwei Drittel der Unternehmen, dass KI die Cybersecurity stark beeinflussen wird. Dennoch verfügen nur 37 % über geeignete Tools zur Risikobewertung und -abwehr. Besonders kleinere Unternehmen sind betroffen: 69 % verfügen nicht über die notwendigen Mechanismen für den sicheren Einsatz von KI-Technologien. Auch Gartner stuft KI-gestützte Cyberangriffe als eine der größten Bedrohungen ein: 80 % der Executives sehen sie als kritischen Risikofaktor. KI ermöglicht es Angreifern, Malware individuell anzupassen, trotz Penetrationstests zuzuschlagen und äußerst glaubwürdige Phishing-Kampagnen zu erstellen. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen verlieren dadurch an Wirksamkeit.
Strategien zur Risikominimierung:
- Eine Integration von KI-gestützten Sicherheitsplattformen wie XDR/MXDR erlaubt es Unternehmen, die Erkennung von Bedrohungen zu automatisieren.
- Der Einsatz von SIEM-Systemen (Security Information and Event Management) stärkt die Echtzeitüberwachung.
- Regelmäßige Schulungen zu KI-gestützten Angriffstechniken wie Deepfake-Social-Engineering und Phishing erlaubt es Mitarbeitenden, ihren Teil zur Abwehr von Angriffen beizutragen.
Mehr Einblicke in den Einfluss von KI auf die Cybersecurity finden Sie in unserer Analyse zu KI-gestützten Sicherheitsbedrohungen im Blogpost "Was bedeutet KI im Kontext der Sicherheit?".